OffenAusschreibung · 16DienstleistungsauftragAMP / GPATED 113/2026

Schaffung eines performancebasierten Bewertungshintergrundes für das Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3

Veröffentlichung (ABl.)

15.06.2026

Einreichungsfrist

20.07.2026 06:00

Geschätzter Auftragswert

252.101 €

Verfahrensart

Offenes Verfahren

Sitz des Auftraggebers

Bergisch Gladbach (51427) — DEA2B

Beschreibung

Die Wasserempfindlichkeit von Fremdfüller sowie des Eigenfüllers der feinen Gesteinskörnung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Mörteleigenschaften von Asphalt, welche wiederum in direktem Zusammenhang mit dem Gebrauchsverhalten des Baustoffs stehen. In der aktuellen Norm DIN EN 13043 „Gesteinskörnungen für Asphalt und Oberflächenbehandlungen für Straßen, Flugplätze und andere Verkehrsflächen" ist die Wasserempfindlichkeit von Fremdfüller und Eigenfüller bereits als wesentliches Merkmal verankert. Forschungsarbeiten haben die Eignung und die Vorzüge des Schüttel-Abriebverfahrens zur Bestimmung dieser Wasserempfindlichkeit bei feinen Gesteinskörnungen nachgewiesen. Aufgrund dieser Erkenntnisse haben die D-A-CH-Länder beschlossen, die Wasserempfindlichkeit, geprüft mittels des Schüttelabrieb-Verfahrens, als wesentliches Merkmal für die feine Gesteinskörnung in den laufenden CPR-Acquis-Prozess einzubringen. Ein zentrales Problem bei der Ableitung eines Bewertungshintergrundes direkt aus Versuchstrecken ist jedoch die dafür erforderliche lange Liegedauer, was den Prozess erschwert. Es besteht weiterhin Bedarf an einer fundierten wissenschaftlichen Untermauerung und Optimierung des Verfahrens. Das übergeordnete Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Schaffung eines performancebasierten Bewertungshintergrundes für das Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3. Der spezifische Nutzen des FE-Vorhabens liegt darin, dass die Forschungsergebnisse unmittelbar in das Technische Regelwerk (TP Gestein-StB, TL Gestein-StB) einfließen sollen. Durch eine konkretisierte Prüfvorschrift für das Schüttel-Abriebverfahren entsteht die Möglichkeit, gezielt qualitativ hochwertige feine Gesteinskörnungen herzustellen, was langfristig zu einer deutlichen Erhöhung der Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit von Asphaltbauweisen führt. Für die Konzeption der Bearbeitung können insbesondere folgende Vorüberlegungen berücksichtigt werden: AP 1 - Literaturstudie AP 2 - Expertenbefragung AP 3 - Optimierung des Prüfverfahrens AP 4 - Evaluierung der Optimierung AP 5 - Stichprobencharakterisierung AP 6 - Erstellung eines Bewertungshintergrundes AP 7 – Auswertung und Empfehlungen

CPV-Codes

73000000

Lose (1)

LOT-0000Schaffung eines performancebasierten Bewertungshintergrundes für das Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3
252.101 €

Die Wasserempfindlichkeit von Fremdfüller sowie des Eigenfüllers der feinen Gesteinskörnung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Mörteleigenschaften von Asphalt, welche wiederum in direktem Zusammenhang mit dem Gebrauchsverhalten des Baustoffs stehen. In der aktuellen Norm DIN EN 13043 „Gesteinskörnungen für Asphalt und Oberflächenbehandlungen für Straßen, Flugplätze und andere Verkehrsflächen" ist die Wasserempfindlichkeit von Fremdfüller und Eigenfüller bereits als wesentliches Merkmal verankert. Forschungsarbeiten haben die Eignung und die Vorzüge des Schüttel-Abriebverfahrens zur Bestimmung dieser Wasserempfindlichkeit bei feinen Gesteinskörnungen nachgewiesen. Aufgrund dieser Erkenntnisse haben die D-A-CH-Länder beschlossen, die Wasserempfindlichkeit, geprüft mittels des Schüttelabrieb-Verfahrens, als wesentliches Merkmal für die feine Gesteinskörnung in den laufenden CPR-Acquis-Prozess einzubringen. Ein zentrales Problem bei der Ableitung eines Bewertungshintergrundes direkt aus Versuchstrecken ist jedoch die dafür erforderliche lange Liegedauer, was den Prozess erschwert. Es besteht weiterhin Bedarf an einer fundierten wissenschaftlichen Untermauerung und Optimierung des Verfahrens. Das übergeordnete Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Schaffung eines performancebasierten Bewertungshintergrundes für das Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3. Der spezifische Nutzen des FE-Vorhabens liegt darin, dass die Forschungsergebnisse unmittelbar in das Technische Regelwerk (TP Gestein-StB, TL Gestein-StB) einfließen sollen. Durch eine konkretisierte Prüfvorschrift für das Schüttel-Abriebverfahren entsteht die Möglichkeit, gezielt qualitativ hochwertige feine Gesteinskörnungen herzustellen, was langfristig zu einer deutlichen Erhöhung der Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit von Asphaltbauweisen führt. Für die Konzeption der Bearbeitung können insbesondere folgende Vorüberlegungen berücksichtigt werden: AP 1 - Literaturstudie AP 2 - Expertenbefragung AP 3 - Optimierung des Prüfverfahrens AP 4 - Evaluierung der Optimierung AP 5 - Stichprobencharakterisierung AP 6 - Erstellung eines Bewertungshintergrundes AP 7 – Auswertung und Empfehlungen

73000000

Zuschlagskriterien

Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Zuschlagskriterien, Zuschlagsbedingungen, Bewertungs- und Auswahlmethode: siehe Teilnahmebedingungen, Nr. 8.

Nachprüfungsverfahren

Nachprüfungsstelle

Bundeskartellamt — Bonn

Für die Einlegung von Rechtsbehelfen gelten folgende Fristen: - Einlegung einer Rüge als Voraussetzung für den Nachprüfungsantrag, § 160 Abs. 3 S.1 Nr.1 GWB: Innerhalb von 10 Kalendertagen nach Erkennen des Vergabeverstoßes. - Einlegung eines Nachprüfungsantrages, § 160 Abs. 3 S.1 Nr.4 GWB: Spätestens 15 Tage nach Zurückweisung der Rüge durch den öffentlichen Auftraggeber. - Feststellung der Unwirksamkeit einer Zuschlagserteilung: Innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bewerber/Bieter durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrages, jedoch nicht später als sechs Monate nach Vertragsschluss. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung.

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