Elektrodenheizkessel Reick - Los 1.2. Anlagentechnik Balance of Plant
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Sektor
Beschreibung
Die DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH (nachfolgend DREWAG), ein Tochterunternehmen der Sachsen Energie AG, betreibt das Zentrale Fernheiznetz (ZFHN) der Stadt Dresden. Im Rahmen der angestrebten Dekarbonisierung soll der Anteil regenerativer Wärmeerzeugung deutlich erhöht werden. Einen wichtigen Baustein bilden dabei Power-tot-Heat-Anlagen (P2H-Anlagen), die regenerativ erzeugten Strom zur Wärmeerzeugung nutzen. Elektrodenheizkessel ermöglichen die Produktion von Heißwasser für die Fernwärmeversorgung. Vor diesem Hintergrund plant die DREWAG die Errichtung einer Elektrodenheizkesselanlage (EHK-Anlage) zur Wärmeerzeugung für das ZFHN am Standort Heizkraftwerk Dresden-Reick (HKW Re). Der Standort bietet für den Bau und die Integration der Anlage besonders günstige Voraussetzungen: • vorhandene elektrische Leistungsversorgung auf Mittelspannungsebene • bestehender Anschluss an das Fernwärmenetz • Nutzung vorhandener Wärmespeicher als hydraulischer Zwischenpuffer • verfügbare bebaubare Flächen und grundsätzlich gegebene Genehmigungsfähigkeit • Synergien bei Betrieb und Instandhaltung durch räumliche Nähe zu Bestandsanlagen und be-stehendem Betriebspersonal Das Projekt umfasst die Errichtung einer EHK-Anlage mit 2 × 40 MW elektrischer Leistung sowie deren Einbindung in das ZFHN. Die Kopplung erfolgt indirekt über Wärmeübertrager. Die bestehende Wärmespeicheranlage am Standort übernimmt dabei die Funktion einer hydraulischen Weiche zwischen den Elektrodenheizkesseln und dem Fernwärmenetz, wodurch Erzeugung und Bedarf zeitlich entkoppelt werden. Derzeit sind zwei Betriebsarten vorgesehen: • Geplanter Wärmeerzeuger im Rahmen der regulären Fernwärmebereitstellung • Teilnahme am Regelenergiemarkt (Erbringung von Systemdienstleistungen), insbesondere Bereitstellung von Primär- und Sekundärregelleistung (PRL und SRL) Das Gesamtprojekt wird in mehreren Losen vergeben und abgewickelt. Die Lose umfassen maschinen- und verfahrenstechnische Leistungen, technische Gebäudeausrüstung (TGA), elektrotechnische und leittechnische Systeme sowie bautechnische Leistungen. Der Teilnahmewettbewerb und die Vergabe erfolgen nach Kriterien, welche in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt sind. Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen (detaillierte Planung) werden erst nach Beendigung des Teilnahmewettbewerbs den qualifizierten Bietern zur Verfügung gestellt.
CPV-Codes
Lose (1)
Im Los 1.2 „Balance of Plant“ wird die anlagentechnische Anbindung der neu zu errichtenden EHK an das Zentrale Fernheiznetz realisiert. Für Rohrleitungen ≥ DN50 erfolgt die Planung massenbasiert auf Grundlage der durch den Auftraggeber bereitgestellten Mengengerüste und Spezifikationen. Der Loslieferant hat die Werkstatt- und Montageplanung auf Basis dieser Vorgaben zu erstellen. Weiterhin erstellt und übergibt der Loslieferant für seinen Gesamtumfang eine CE-/Konformitäts-Erklärung und ist der Inverkehrbringer nach DGRL für diesen Umfang. Durch den Auftraggeber bereitgestellte Planungsunterlagen: • Verfahrensfließbilder (P&ID) • Aufstellungs- und Layoutpläne • 3D-Modell im nwd-Format • Schnittstellenlisten • Vorgaben zur Werkstoffauswahl und maximal zulässige Oberflächentemperaturen bzw. maximal zulässigem Wärmeverlust • Isometrien für Rohrleitungen ≥ DN50 • Vorgaben für PS und TS • Armaturenlisten und Vorgaben zu mitzuliefernden verfahrens- und anlagentechnischen Komponenten. Notwendige Wärmedämmungen sind eigenständig durch den Loslieferanten zu ermitteln und Bestandteil des Leistungsumfangs. Soweit erforderlich betrifft dies gleichermaßen Schalldämmungen. Der Sekundärstahlbau des Losnehmers wird an bauseitig erstelltem Primärstahlbau des Gebäudes angeschlossen. Zum Umfang des Sekundärstahlbaus gehören auch Podeste mit Aufstiegstreppen oder -leitern, soweit diese ergänzend zu den bauseitigen Hauptebenen notwendig sind. Stahlbau zur Montage der Halterungen (z. B. Rohrleitungslager) sind Bestandteil des Leistungsumfangs, inkl. zugehöriger Konstruktion und bei Notwendigkeit Erstellung sowie Übergabe der statischen Nachweise. Der AG liefert Stahlbauübersichtszeichnungen als Vorgabe. Weitere Bestandteile des Auftragsgegenstands sind: • Pumpen mit Direktanlauf • Pumpen mit Frequenzumrichter /Sanftstarter • Ultraschalldurchflussmessungen und zugehörige Auswerteeinheiten • analoge und digitale Messungen Hinweis: Das System des sogenannten Primärkreislaufs je Kessel wird vom Losnehmer 1.1 geplant und errichtet. Der Losnehmer 1.2 passt seine Umfänge an den Schnittstellen darauf an. Für Kleinleitungen < DN50 übernimmt der Loslieferant die vollständige Ausführungs-, Werks- und Montageplanung für alle Rohrleitungssysteme, sowie Wärmedämmungen entsprechend Notwendigkeit. Der Loslieferant übernimmt die vollständige Werks- und Montageplanung für seinen Losumfang. Dies umfasst insbesondere, jedoch nicht ausschließlich: • Routing und Trassenplanung und Dimensionierung entsprechend Verlegekonzept • Erstellung von Rohrleitungsisometrien • Festlegung von Halterungs- und Befestigungssystemen • Werkstoff- und Komponentenlisten, sowie Auswahl • Fertigungszeichnungen und Montageunterlagen • Kollisionsprüfung und Einbindung in das Gesamtmodell • Wärme und Schalldämmungen entsprechend Notwendigkeit