Architekten- und Ingenieurleistungen für die folgende Maßnahme: Zentralisierung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, - psychotherapie und -psychosomatik [Standort Marienheide]
Auftraggeber
Veröffentlichung (ABl.)
Verfahrensart
Sitz des Auftraggebers
Beschreibung
Die Klinikum Oberberg GmbH beabsichtigt Architekten- und Ingenieurleistungen für die Zentralisierung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie zu vergeben. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie bietet ihre vielfältigen Therapien an zwei Standorten (Gummersbach und Marienheide) an. Im Zentrum für seelische Gesundheit in Marienheide werden ambulante, teil- und vollstationäre Fälle behandelt, wohingegen am zweiten Standort Gummersbach lediglich ambulante und teilstationäre Fälle behandelt werden. Um wirtschaftliche und personelle Synergien zu nutzen und damit auch die therapeutische Arbeit zu verbessern, ist eine Zentralisierung des Leistungsangebots am Standort Marienheide geplant. Das Leistungsangebot am Standort Gummersbach wird aufgelöst. Ergänzend zum Angebot am Hauptstandort in Marienheide ist ein Neubau geplant, der die folgenden Abteilungen [unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen an eine psychiatrische Einrichtung (u.a. Suizidprävention)] unterbringen soll: - Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie (15 Plätze); - Institutsambulanz für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen; - geschlossene Station zur Akutbehandlung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher mit u.a. 18 Betten, Büro, Arztzimmer, Küche, Freizeitraum, Aufenthaltsräumen. Für die Maßnahme ist ein Antrag auf Förderung zur Umsetzung der Krankenhausplanung gestellt worden. Die Förderung ist mit Bescheid vom 28.11.2025 bewilligt worden. Die Fertigstellung ist derzeit bis zum 4. Quartal 2028 vorgesehen. Die Gesamtkosten (KG 200 - 700) der Maßnahme werden derzeit mit rund 12,6 Mio. Euro / brutto angesetzt.
CPV-Codes
Lose (1)
Der Auftrag umfasst freiberufliche Planungsleistungen. Folgende Leistungen sollen vergeben werden: - Gebäude und Innenräume (Leistungsphasen 1 - 9 gem. HOAI § 34 i. V. m. Anlage 10); - Freianlagenplanung (Leistungsphasen 1 - 9 gem. HOAI § 39 i.V.m. Anlage 11); - Tragwerksplanung (Leistungsphasen 1 - 6 gem. HOAI § 51 i. V. m. Anlage 14, inkl. Konstruktiver Brandschutz); - Technische Ausrüstung (Leistungsphasen 1 - 9 gem. HOAI § 55 i. V. m. Anlage 15, Anlagengruppen 1 - 8, inkl. Technische Anlagen in den Außenanlagen); - Bauphysik - Wärmeschutz und Energiebilanzierung gem. HOAI; - Bauphysik - Bauakustik / Schallschutz gem. HOAI; - Bauphysik - Raumakustik gem. HOAI; - Brandschutz gem. AHO; - SiGeKo; - Barrierefreikonzept. Die geforderten Leistungen orientieren sich an den Leistungsbildern der HOAI bzw. des AHO. Der Auftraggeber behält sich eine stufenweise Beauftragung vor. Optional im Leistungsumfang enthalten sind ggf. anfallende Leistungen aus den Bereichen Ingenieurbauwerke und Tragwerksplanung für Ingenieurbauwerke. In der Verhandlungsphase (2. Stufe des Verfahrens) werden die Bieter aufgefordert, anhand der mit Aufforderung zur Angebotsabgabe zur Verfügung gestellten Unterlagen eine Einschätzung der in den Leistungsphasen 1 und 2 (Gebäude und Innenräume und Technische Ausrüstung) noch zu erbringenden Leistungen vorzunehmen. Der Auftraggeber behält sich vor, die Maßnahme als GU-Vergabe ggf. mit Funktionaler Leistungsbeschreibung realisieren zu lassen. Die Leistungsphasen der Grundleistungen werden dann entsprechend reduziert.
Zuschlagskriterien